II. 1. Angehörige von Mitgliedstaaten der EU oder der EFTA, die in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragen sind, haben die gleichen Rechte und Pflichten wie die Anwältinnen und Anwälte, die über ein kantonales Anwaltspatent verfügen und in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragen sind (Art. 30 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 [Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61]). Sie unterstehen namentlich auch sämtlichen Berufsregeln gemäss Art. 12 und 13 BGFA (HANS NATER, in: W ALTER FELLMANN/GAUDENZ G. ZINDEL [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2011, Art. 2 N 19; vgl. BGE 130 II 87, Erw. 5.1.2).