Gemäss Art. 38 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) darf den Parteien aus mangelhafter Eröffnung kein Nachteil erwachsen. Diese Regel stellt einen allgemeinen Grundsatz des öffentlichen Prozessrechts dar. Es handelt sich um eine Konkretisierung des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]) (KNEUBÜHLER/PEDRETTI, a.a.O., Art. 38 N 1; UHLMANN/SCHILLING- SCHWANK, a.a.O., Art. 38 N 1).