{"Signatur": "AG_OG_002", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2023-07-31", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_002_XBE-2023-33_2023-07-31.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/7716", "Checksum": "c530dbd51ebf68e4e56f166a4a409bc8"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["XBE.2023.33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 31.07.2023 XBE.2023.33"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie  Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia  Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Zivilgericht / Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz Obergericht / Zivilgericht / Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz"}], "ScrapyJob": "446973/34/2362", "Zeit UTC": "25.08.2025 02:56:06", "Checksum": "c7ac6f4fd6414953b0236efb612a6277", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 31.07.2023 XBE.2023.33\n\n Obergericht\nKammer für Kindes- und Erwachsenenschutz\n\nXBE.2023.33\n(KEMN.2022.27)\nArt. 59\n\nEntscheid vom 31. Juli 2023\n\nBesetzung Oberrichterin Merkofer, Präsidentin\nOberrichter Lindner\nOberrichter Giese\nGerichtsschreiberin Schwarz\n\nBeschwerde- A._____,\nführer / Vater […]\n\nBetroffene B._____,\nPerson […]\n\nBeiständin: C._____\n[…]\n\nMutter D._____,\n[…]\n\nBetreff Rechtsverweigerung / Rechtsverzögerung\n-2-\n\nDie Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entnimmt den\nAkten:\n\n1.\nB. (nachfolgend: Betroffener), geboren am tt.mm.2008, ist der Sohn der\ngeschiedenen Eltern D. (nachfolgend: Mutter) und A. (nachfolgend: Vater /\nBeschwerdeführer). Der Betroffene steht unter der gemeinsamen elterlichen Sorge und der Obhut der Mutter.\n\n2.\n2.1.\nIm Rahmen des Eheschutzverfahrens der Eltern des Betroffenen wurde für\ndiesen mit Entscheid des Familiengerichts Aarau vom 5. Juli 2018\n(SF.2017.63) insbesondere eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2\nZGB zur Organisation, Regelung und Begleitung des Besuchsrechts errichtet (vgl. act. 1 f. in KEMN.2018.774).\n\n2.2.\nMit Urteil des Familiengerichts Aarau vom 18. Juni 2021 (OF.2018.92)\nwurde die Ehe der Eltern geschieden und der Betroffene unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belassen sowie unter die Obhut der Mutter gestellt. Die dagegen erhobene Berufung des Vaters wies das Obergericht\nmit Urteil vom 12. Juli 2022 ab (ZOR.2022.7). Mit Urteil 5A_555/2022 vom\n4. August 2022 trat das Bundesgericht auf die vom Vater gegen dieses Urteil des Obergerichts betreffend die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege erhobene Beschwerde nicht ein.\n\n2.3.\n2.3.1.\nMit Eingabe vom 31. März 2022 reichte der Vater dem Familiengericht\nAarau eine Beschwerde gegen die Beiständin ein und beantragte einen\nBeistandswechsel (vgl. act. 1 ff. in KEMF.2022.19). Mit Entscheid vom\n6. Mai 2022 wies der Gerichtspräsident des Familiengerichts Aarau das\nGesuch ab (vgl. act. 105 ff. in KEMF.2022.19).\n\n2.3.2.\nDie vom Vater gegen den Entscheid vom 6. Mai 2022 erhobene Beschwerde wies die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz des Obergerichts des Kantons Aargau mit Entscheid vom 12. Januar 2023\n(XBE.2022.52) ab, sofern darauf eingetreten werden konnte.\n-3-\n\n3.\n3.1.\nMit Schreiben vom 6. Januar 2022 reichte der Vater dem Familiengericht\nAarau eine Gefährdungsmeldung betreffend den Betroffenen ein, in welchem er unter anderem beantragte, dem Betroffenen sei es zu erlauben,\nbei seinem Vater zu leben (act. 1 ff. in KEMN.2022.27).\n\n3.2.\nAm 8. August 2022 ersuchte der Vater das Familiengericht Aarau um einen\npersönlichen Termin, \"vorzugsweise morgens\", anlässlich welchem er über\ndas Thema Erziehungsfähigkeit diskutieren möchte. Für den Fall, dass der\nTermin nicht gewährt werden würde, ersuchte der Vater um Erlass einer\nanfechtbaren Entscheidung (act. 26 in KEMN.2022.27).\n\n3.3.\nMit Eingabe vom 23. August 2022 ersuchte der Vater das Familiengericht\nAarau um Beauftragung eines \"Zweitgutachtens\" sowie den Erlass einer\nanfechtbaren Entscheidung (act. 28 ff. in KEMN.2022.27).\n\n3.4.\nNachdem das Familiengericht Aarau die Eingaben des Vaters der Beiständin und der Mutter mit Verfügung vom 22. November 2022 zugestellt hatte\n(act. 81 f. in KEMN.2022.27), reichte die Beiständin dem Familiengericht\nAarau am 14. Dezember 2022 eine Stellungnahme ein (act. 83 ff. in\nKEMN.2022.27).\n\n3.5.\nMit Eingabe vom 5. Januar 2023 reichte der Vater eine weitere Stellungnahme zur Eingabe der Beiständin ein (act. 123 ff. in KEMN.2022.27).\n\n3.6.\nMit Verfügung vom 27. Januar 2023 stellte das Familiengericht Aarau die\nEingabe des Vaters vom 5. Januar 2023 der Mutter sowie der Beiständin\nzur Stellungnahme innert 20 Tagen zu (act. 148 f. in KEMN.2022.27).\n\n3.7.\nMit Eingabe vom 6. Februar 2023 verlangte der Vater vom Familiengericht\nAarau innert 30 Tagen eine anfechtbare Entscheidung über sein Gesuch\nbetreffend die Erstellung eines Zweitgutachtens (act. 150 in\nKEMN.2022.27).\n\n3.8.\nMit Entscheid vom 14. Februar 2023 (act. 152 ff. in KEMN.2022.27) erkannte das Familiengericht Aarau:\n-4-\n\n\" 1.\n1.1.\nDie bestehende Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für B.,\ngeboren am tt.mm.2008, wird unverändert weitergeführt.\n\n2.\nAuf die Erhebung von Gerichtskosten wird verzichtet.\n\n3.\nEs wird keine Parteientschädigung zugesprochen.\"\n\nDieser, den Parteien im Dispositiv zugestellte Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.\n\n4.\nMit Eingabe vom 24. Februar 2023 reichte der Vater beim Familiengericht\nAarau eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Beiständin ein, mit welcher er\ninsbesondere auch um eine andere Obhutszuteilung ersuchte (act. 1 ff. in\nKEMF.2023.5 bzw. KEMN.2023.167). Das Familiengericht Aarau eröffnete\ndaraufhin ein Verfahren betreffend \"Beaufsichtigung Beistand/Beschwerde\" (KEMF.2023.5) sowie ein Verfahren betreffend \"Änderung einer\nMassnahme\" (KEMN.2023.167).\n\n5.\n5.1.\nMit Beschwerde vom 21. März 2023 wegen \"Rechtsverzögerung und\nRechtsverweigerung\" wandte sich der Vater (nachfolgend: Beschwerdeführer) an die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz des Obergerichts\ndes Kantons Aargau und beantragte:\n\n\" 1. Der Beklagter sei zu verpflichten, dem Kläger eine Fachmeinung eines\nZweitgutachters einholen, bzw. Erstellung des Auftrages für zweite\nStellungnahme eines anderen Gutachters.\n\n"}