Auf den Ausnahmecharakter verweisend spricht das Bundesgericht davon, dass die fristlose Kündigung als "einziger Ausweg" erscheinen müsse (BGE 116 II 142 E. 5c), der nur "mit grosser Zurückhaltung" gebilligt werden könne (BGE 130 III 28 E. 4.1; 129 III 380 E. 2.1). Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, müssen sie trotz Verwarnung wiederholt vorgekommen sein (REHBINDER/STÖCKLI, Berner Kommentar, 2014, N. 2 zu Art. 337 OR, S. 325; STREIFF/VON I._____/RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., 2012, N. 13 zu Art. 337 OR). Ob die dem Arbeitnehmer vorgeworfene Pflichtverletzung die erforderliche Schwere erreicht, lässt sich nicht allgemein sagen, son-