Die Zustellung an die Parteivertretung ist Gültigkeitserfordernis für die Zustellung (BGE 143 III 28 E. 2.2.1, m.w.H.). Die Berufung auf den Formmangel findet ihre Grenze jedoch im Grundsatz von Treu und Glauben und es ist nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu prüfen, ob die Partei durch den Mangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden ist (BGE 4A_367/2007 E. 3.2; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2021, Art. 1-408 ZPO, N. 5 zu Art. 137 ZPO; GSCHWEND, BSK ZPO, N. 27 zu Art. 138 ZPO).