{"Signatur": "AG_OG_001", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2024-03-19", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_001_ZBE-2024-1_2024-03-19.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/8849", "Checksum": "598eedb9650117c897d46022f297f990"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["ZBE.2024.1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Zivilkammern 19.03.2024 ZBE.2024.1"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie Obergericht Zivilkammern 19.03.2024 ZBE.2024.1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia Obergericht Zivilkammern 19.03.2024 ZBE.2024.1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Zivilgericht / 3. Zivilkammer Obergericht / Zivilgericht / 3. 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Dezember 2023:\n\n\" 1.\nDas Gesuch um Bescheinigung der Eignung für die Aufnahme eines Kindes aus Q._____ wird abgewiesen.\n\n2.\nDie Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 3'800.00 werden mit der Vorauszahlung in gleicher Höhe verrechnet.\"\n\n1.2.\nDieser Entscheid wurde der Beschwerdeführerin mit A-Post Plus am 7. Dezember 2023 zugestellt.\n\n2.\n2.1.\nDie Beschwerdeführerin erhob mit Eingabe vom 22. Januar 2024, welche\nsie am 23. Januar 2024 persönlich dem Obergericht des Kantons Aargau\nüberbrachte, Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung\nvom 6. Dezember 2023.\n\n2.2.\nDie Beschwerdeführerin bezahlte den von ihr mit Verfügung der Instruktionsrichterin der 3. Zivilkammer vom 24. Januar 2024 verlangten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.00 fristgerecht am 1. Februar 2024.\n\n2.3.\nMit Verfügung vom 5. Februar 2024 stellte die Instruktionsrichterin der 3. Zivilkammer die Beschwerde dem Departement Volkswirtschaft und Inneres\n(Abteilung Register und Personenstand) zu und setzte ihm eine Frist von\n30 Tagen für die Vernehmlassung.\n\n2.4.\nDas Departement Volkswirtschaft und Inneres (Abteilung Register und Personenstand) stellte mit Eingabe vom 16. Februar 2024 folgende Anträge:\n\n\" 1.\nAbnahme der verfügten Frist für die Einreichung einer Vernehmlassung\nsowie der Verfahrensakten.\n\n2.\nPrüfung des rechtzeitigen Beschwerdeeingangs beim Obergericht.\n-3-\n\n3.\nGegebenenfalls Neuansetzung der Frist für die Einreichung einer Vernehmlassung sowie der Verfahrensakten.\"\n\n2.5.\n2.5.1.\nDie Instruktionsrichterin der 3. Zivilkammer verfügte am 20. Februar 2024:\n\n\" 1.\nZustellung der Eingabe des Departementes Volkswirtschaft und Inneres\n(Abteilung Register und Personenstand) vom 16. Februar 2024 an die Beschwerdeführerin zur freigestellten Stellungnahme innert 10 Tagen seit\nZustellung dieser Verfügung.\n\n2.\nDie dem Departement Volkswirtschaft und Inneres (Abteilung Register und\nPersonenstand) mit Verfügung vom 5. Februar 2024 gesetzte Frist zur Erstattung der Vernehmlassung und Einreichung der Verfahrensakten wird\nihr abgenommen.\"\n\n2.5.2.\nDie mit eingeschriebener Post versandte Verfügung vom 20. Februar 2024\nwurde der Beklagten am 21. Februar 2024 zur Abholung gemeldet und am\n28. Februar 2024 mit dem Vermerk \"nicht abgeholt\" an das Obergericht des\nKantons Aargau retourniert.\n\nDas Obergericht zieht in Erwägung:\n\n1.\nDas Departement Volkswirtschaft und Inneres ist das zuständige Departement für Adoptionen (§ 14 Abs. 1 der Verordnung zum Einführungsgesetz\nzum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EG ZGB]). Entscheide des zuständigen Departements können mit Beschwerde beim Obergericht (Zivilgericht) angefochten werden (§ 14 Abs. 3 EG ZGB). Es sind die Bestimmungen über das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren gemäss dem\nVerwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Aargau (VRPG; SAR\n271.200) anwendbar (§ 14 Abs. 3 EG ZGB).\n\n2.\n2.1.\nDas Departement Volkswirtschaft und Inneres (Abteilung Register und Personenstand) brachte in seiner Eingabe vom 16. Februar 2024 vor, dass\nsich die Eintretensfrage der rechtzeitigen Beschwerdeerhebung stelle, da\ndie Verfügung vom 6. Dezember 2023 gleichentags versandt und der Beschwerdeführerin nachweislich am 7. Dezember 2023 zugestellt worden\nsei.\n-4-\n\nDie Beschwerdeführerin hat sich zur Frage der rechtzeitigen Beschwerdeerhebung nicht vernehmen lassen.\n\n2.2.\nBeschwerden sind innert 30 Tagen seit Eröffnung des anzufechtenden Entscheids einzureichen (§ 44 Abs. 1 VRPG). Für die Berechnung der Fristen,\nderen Unterbruch und die Wiederherstellung gegen die Folgen der Säumnis gilt die Zivilprozessordnung (§ 28 Abs. 1 VRPG).\n\n2.3.\nGemäss Art. 142 Abs. 1 ZPO beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung\noder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu\nlaufen. Für die Einhaltung der Frist müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der\nSchweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder\nkonsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Zwischen dem 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar stehen die Fristen still\n(Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO).\n\n"}