{"Signatur": "AG_GB_001", "Spider": "AG_Weitere", "Datum": "2009-02-19", "PDF": {"Datei": "AG_Weitere/AG_GB_001_20090219-grundbuchabgaben-kauf-werkpreis-2.pdf", "URL": "https://www.ag.ch/media/kanton-aargau/dvi/dokumente/arp/grundbuch/entscheide/20090219-grundbuchabgaben-kauf-werkpreis-2.pdf", "Checksum": "b96125aba44e650894071106e1a13f9f"}, "Scrapedate": "2026-07-03", "Scrapetime": "12:41:22", "Num": ["§ 10 GBAG; Zusammenrechnung von Kauf- und Werkpreis"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Entscheide Grundbuch und Notariat 19.02.2009 § 10 GBAG; Zusammenrechnung von Kauf- und Werkpreis"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie Entscheide Grundbuch und Notariat 19.02.2009 § 10 GBAG; Zusammenrechnung von Kauf- und Werkpreis"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia Entscheide Grundbuch und Notariat 19.02.2009 § 10 GBAG; Zusammenrechnung von Kauf- und Werkpreis"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Entscheide Grundbuch und Notariat "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie Entscheide Grundbuch und Notariat "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia Entscheide Grundbuch und Notariat "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "aargauischen Verwaltungsgerichts"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil des aargauischen Verwaltungsgerichts vom 19. 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Juni 2005 reichte das Baukonsortium P, c/o A, ein Baugesuch für\ndas Projekt R ein. Dabei sollte die Generalunternehmung E in N auf der\nParzelle Nr. X1 ein Mehrfamilienhaus errichten. Als Eigentümer der zu\nüberbauenden Parzelle waren das Baukonsortium P und B aufgeführt.\n\nDie Baubewilligung des Gemeinderats N vom 8. August 2005 erwuchs\nunangefochten in Rechtskraft.\n\n2.\nMit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 22. März 2006 kaufte C von\nA und B die erwähnte Parzelle Nr. X1 zu einem Preis von Fr. 1'349'000.--.\nMit gleichem Kaufvertrag kaufte C von den Verkäufern 22\nTiefgaragenplätze (Parzellen Nr. X2 und X3 in N) zum Preis von\nFr. 550'000.--. Zudem erwarb die Käuferin sämtliche Rechte der\nVerkäufer am bestehenden Projekt betreffend die Parzelle Nr. X1. Der\nKaufpreis für dieses Projekt mitsamt Projektentwicklungskosten und\nBaubewilligungsgebühren belief sich auf zusätzliche Fr. 146'000.--.\n\nGleichentags schlossen C als Bestellerin und die Generalunternehmung E\n(nachfolgend: Totalunternehmerin einen Totalunternehmervertrag (nachfolgend: TU-Vertrag) ab. Dieser sah die Erstellung der Wohnüberbauung\nR auf der erwähnten Parzelle Nr. X1 in N zu einem Werklohn von\nFr. 5'471'000.-- vor.\n\n3.\nAm 23. März 2006 meldete Notar M den Kaufvertrag vom 22. März 2006\ndem Grundbuchamt S zum grundbuchlichen Vollzug. Nachdem dieses\nzusätzlich den TU-Vertrag einverlangt hatte, erhob es mit Abgaben- und\nGebührenrechnung vom 18. April 2006 eine Gebühr von Fr. 37'043.--,\nwobei es die Handänderungsabgabe auf Fr. 36'850.-- festsetzte. Dabei\nging es von einem Kauf- bzw. Übernahmepreis von Fr. 7'370'000.-- aus,\nweil es den Werklohn von Fr. 5'471'000.-- mit dem gesamten Kaufpreis für\ndie Parzellen Nr. X1, X2 und X3 von Fr. 1'899'000.-- zusammenrechnete.\n\nB.\nDagegen liessen A, B und C Beschwerde erheben. Am 29. August 2008\nentschied das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI):\n-3-\n\n\"1.\nDie Beschwerde gegen die Abgaben- und Gebührenrechnung TB-/A-\nNr. Y des Grundbuchamts S vom 23. März 2006 wird abgewiesen.\n\n2.\nDas Grundbuchamt S wird verpflichtet, nach Rechtskraft dieses Entscheides eine neue Abgaben- und Gebührenrechnung auszustellen, wobei auf dem Landpreis von Fr. 1'899'000.--, auf den Projektkosten von\nFr. 146'000.-- sowie auf dem Werkpreis von Fr. 5'471'000.-- Grundbuchabgaben von 5 ‰ zu erheben sind.\n\n3.\nDie Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'600.--, den Kanzleigebühren und direkten Auslagen des\nDepartements Volkswirtschaft und Inneres in der Höhe von Fr. 160.--,\ntotal Fr. 1'760.--, sind von den Beschwerdeführern zu bezahlen. Die\ndiesbezügliche Rechnung erfolgt nach Rechtskraft dieses Entscheids mit\nseparater Post an den Vertreter der Beschwerdeführer, D.\n\n4.\nEs wird kein Parteikostenersatz zugesprochen.\"'\n\nC.\nGegen den am 1. September 2008 zugestellten Entscheid liessen A, B\nund C mit Eingabe vom 22. September 2008 fristgerecht\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde erheben mit den Anträgen:\n\n\"1.\nDie angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Handänderungsabgabe im Geschäft TB/A-Nr. Y des Grundbuchamtes S sei auf\nCHF 10'225.00 (5 ‰ von CHF 2'045'000.00) herabzusetzen.\n\n2.\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\"\n\nMit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2008 beantragte das DVI, die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Mit Schreiben vom\n30. Oktober 2008 verzichtete das Grundbuchamt S auf eine Vernehmlassung. Mit Eingabe vom 28. November 2008 äusserten sich die\nBeschwerdeführer nochmals und hielten an ihren Rechtsbegehren fest.\n\nD.\nDas Verwaltungsgericht hat den Fall am 19. Februar 2009 beraten und\nentschieden.\n-4-\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\nI.\n1.\nAuf den 1. Januar 2009 ist das totalrevidierte Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG; SAR 271.200) in Kraft getreten. Es ersetzt das bisherige\nVerwaltungsrechtspflegegesetz vom 9. Juli 1968. Gemäss der Übergangsbestimmung von § 84 Satz 1 VRPG werden die beim Inkrafttreten\ndes revidierten VRPG bereits hängigen Verfahren nach bisherigem Recht\nzu Ende geführt. Das vorliegende Beschwerdeverfahren ist beim Verwaltungsgericht am 22. September 2008 (Postaufgabe der Beschwerde)\nrechtshängig gemacht worden. Mithin gelangen die Vorschriften des\nVRPG in der Fassung vom 9. Juli 1968 (nachfolgend: aVRPG) zur Anwendung.\n\n"}