Umweltschutzrecht Bereits ein Verstoss gegen das Vorsorgeprinzip löst die Sanierungspflicht nach Art. 16 USG aus; als lex specialis geht diese Bestimmung der allgemeinen Widerrufsregelung vor. Sachverhalt kein Aus den Erwägungen "3. c) (...) aa) Gemäss Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG) vom 7. Oktober 1983 müssen Anlagen, die den Vorschriften dieses Gesetzes oder den Umweltvorschriften anderer Bundesgesetze nicht genügen, saniert werden. Der Bundesrat erlässt Vorschriften über die Anlagen, den Umfang der zu treffenden ahmen, die Fristen und das Verfahren (Art. 16 Abs. 2 USG). Im Lärmbereich ordnet bei ortsfesten Anlagen, die wesentlich zur Überschreitung der Immissionsgrenzwerte beitragen, die Vollzugsbehörde die notwendigen Sanierungen an (Art. 13 Abs. 1 der Lärmschutz- Verordnung [LSV] vom 15. Dezember 1986); nach dem Wortlaut von Art. 16 Abs. 1 USG löst allerdings bereits ein Verstoss gegen das Vorsorgeprinzip (Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 USG; vgl. BGE 118 Ib 595 f., 238; 117 Ib 34; AGVE 1990, S. 300 f.; 1986, S. 274 ff.) die Sanierungspflicht aus (vgl. André Schrade, Kommentar zum Umwelt-schutzgesetz [Hrsg. A. Kölz / H. U. Müller-Stahel], Zürich 1992, Art. 16 N 18; VGE III/71 vom 23. August 1993 in Sachen L. und Mit- beiligte, S. 17 f., zur Veröffentlichung in den AGVE 1993 bestimmt). Analoge Vorschriften finden sich in der Luftreinhalte- Verordnung (LRV) vom 16. Dezember 1985. Die Sanierung gemäss Art. 16 Abs. 1 USG ist ein Fall der Anpassung an neues Recht (Rhinow/Krähenmann, a.a.O., Nr. 45). Als lex specialis geht diese Bestimmung den allgemeinen Widerrufsregeln vor (vgl. Schrade, a.a.O., Vorbemerkungen zu Art. 16-18, N 4)." Entscheid des Verwaltungsgerichts (III/7) vom 21.02.1994